Die große Reise

Weimar und Erfurt TripB hat den schüchternen Rocky und Klettermaus Tina mit auf die Reise nach Weimar und Erfurt genommen. Während der langen Fahrt schliefen die beiden sicher in ihrem Reisebett, das sie sich bei den Maileg Mäusen geliehen hatten, aber an den Raststätten durften sie natürlich aufstehen, sich die Füßchen vertreten und Brot und Käse knabbern.

unterwegs

Tina war schon häufiger auf Reisen, denn sie ist äußerst unternehmungslustig, aber für Rocky war es das erste Mal und er war wahnsinnig aufgeregt. Doch seit er beschlossen hat, dass er Pirat werden möchte, und seinen neuen Pulli trägt, ist er verblüffend mutig geworden. Tatsächlich hat er gleich in Weimar sein erstes Krokodil getroffen. Es schwamm in einem tiefen Brunnen und kam sofort näher, als es Rocky sah.

Rocky

Das gefährliche Krokodil

Rocky kennt glücklicherweise die Geschichte von Käptn Hook, also hat er ganz schnell seine Beinchen in Sicherheit gebracht, damit nicht etwa eins abgebissen wird. Das Krokodil hatte offenbar keinen Wecker im Bauch, denn es hat kein Bisschen getickt. Und Hunger hatte es wohl auch nicht, denn es ist ganz langsam wieder weggeschwommen, nachdem es Rocky aus seinen gelben Augen angesehen hatte.

Weimar und Tina

Auf der Tür vom Cranach Haus

Tina ist die Tür am Cranach Haus hochgeklettert und wollte gar nicht mehr runter, weil die Aussicht so toll war.

Vintage Car

Das neue Auto

Das absolute Highlight aber war das rote Auto, das B in einem Laden gefunden hat. Rocky und Tina haben es gleich ausprobiert und sind durch ein Kleefeld gefahren. Und weil der Verkäufer uns Mäuse so süß fand, hat er einen Sonderpreis gemacht und wir haben jetzt zwei Autos. Ein blaues und ein rotes. Mit gaaanz viel Platz für reisefreudige Mäusekinder.

 

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Theaterfest

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Buko und seine Schwester Donna

Die Aufregung war groß, aber es hat alles ganz toll geklappt mit unserem ersten Theaterfest. Buko und Donna haben zwei Wochen lang heimlich fleißig geübt und uns dann ein Stück von Friederikus Mausschweif d.Ä. vorgeführt, das äußerst unterhaltsam war. Donna möchte auf jeden Fall Ballettänzerin werden. Buko, der über beträchtliches Komikertalent verfügt, weiß noch nicht, ob er Schauspieler werden oder nicht doch lieber verlorene Kinder finden und retten will. Aber das ist eine andere Geschichte.

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Wensleydale, hochsensibler Mauskoch

Philadelphia und Wensleydale (Bukos und Donnas Eltern) haben für köstliches Fingerfood gesorgt.

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die stolzen Eltern

Mila hat souffliert (sie konnte tatsächlich das ganze Stück auswendig, denn sie hat ja ein fotografisches Gedächtnis), Pepper Jack war Zeremonienmeister, und anschließend haben wir alle ausgelassen gefeiert. Ein voller Erfolg!

Hier sind ein paar Impressionen für euch! Nächste Woche wollen sie unbedingt noch ein Theaterstück vorführen, aber diesmal im Grüffelo Theater! Ob sie das hinbekommen?

Und dann haben wir gefeiert! Mila hat jetzt beschlossen, dass sie Journalistin werden will. Wir halten das für eine sehr gute Idee.

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Familienfoto im Doppelpack, fotografiert von Mila

Die Kulissen haben wir mit freundlicher Genehmigung von Angelina Ballerina benutzen dürfen.

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Ein Haus für die ganz Kleinen

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Mouse Warming Party mit Red Panda, Glückskatze, Kiri und Morgan

Unsere ganz Kleinen sind ja nur wenige Zentimeter groß und wünschen sich schon seit langem ein eigenes Haus. Gemeinsam mit den Kindern sind sie auf die Suche gegangen.

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Louisa Lindale kann noch nicht lesen

Sie fanden auf Bs Geburtstagstisch genau das Richtige: einen Karton mit lauter Möbeln und Häuserteilen, die man zusammenstecken kann. B und Alice haben uns geholfen, denn allein wäre es wohl doch zu schwer gewesen für uns. Es ist ein viktorianisches Haus und dazu gibt es ein Begleitheft, in dem alles erklärt ist, sogar wie eine viktorianische Spülküche aussah und was die Leute damals gegessen haben. Mozzarella hat den Text laut vorgelesen, während Red Panda auf alles zeigte, was im Text vorkam.

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Wir Großen passen leider nicht rein, und auch die größeren Kinder nicht, aber das macht nichts. B sagt, nur die Erker seien echt schwierig gewesen, und das konnte man auch sehen und deutlich hören, als B sie zusammengesteckt hat. Sie hat dabei sogar leise geflucht. Auf Englisch, damit wir sie nicht verstehen. Manchmal vergißt sie, dass wir vielsprachig sind, und wir haben natürlich nichts gesagt und so getan, als hätten wir keinen Ton gehört. Schließlich sind wir hochsensibel und haben gemerkt, dass sie Stress hatte. Man muss die Pappe umbiegen, damit die Erker auch gut halten, und das war offenbar ganz schön kompliziert. Zum Schluss ist noch der Vorbau für die Tür verloren gegangen, aber nur vorübergehend. Er ist so schmal und klein, dass er im Papierkorb gelandet ist, aber die Glückskatze hat ihn gefunden und alles war gut.

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Tina vom Dach

Dass Tina (unsere Klettermaus) die ganze Zeit nichts anderes im Kopf hatte, als oben aufs Dach zu kraxeln, hätten wir uns eigentlich denken können. Und das hat sie dann auch gemacht. Genau in dem Moment, wo wir alle mit den Erkern beschäftigt waren und B IMG_1079Tipps geben mussten. Aber die größte Überraschung kam noch: Donna (unsere Ballettmaus) hat es nämlich geschafft, mit einem kühnen Sprung direkt neben Tina auf dem Dach zu landen. Seitdem wissen wir, dass sie eine Echte Springmaus ist! Ihre Eltern Wensleydale und Philadelphia haben sich dann auch erinnert, dass ihre Eltern ihnen früher mal von einem Urgroßonkel erzählt haben, der auch eine Echte Springmaus war. Offenbar überspringt dieses Merkmal meistens einige Generationen und ist selbst bei hochsensiblen Mäusen sehr, sehr selten. Vielleicht kommt daher auch Donnas große Liebe zum Ballett?

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Der Freiheitsvogel

Tina hat sich jedenfalls riesig gefreut und hofft, dass Donna jetzt immer mitkommt, wenn sie draußen ihre Klettertouren in die Bäume, auf die Nistkästen und auf die berühmte Vogelhaus-Plattform macht. Oder auf die Schränke in Bs Arbeitszimmer, die Dächer unserer Häuser oder den Freiheitsvogel hinten am Großen Teich. Der heißt so, weil er uns an die Freiheitsstatue in Amerika erinnert. Die steht in New York und man kann bis hoch in ihren Kopf steigen. Oder sogar noch höher. Der Vogel ist im Sommer ihr Lieblingsplatz, weil man von dort aus die Roten und Gelben Fische sehen kann, doch da kann Donna wohl nicht mit, denn dort ist nur Platz für eine sehr, sehr dünne Maus. Mozzarella macht sich Sorgen, dass Tina eines Tages in den Kronenspitzen hängen bleiben könnte……

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Hier seht ihr die Schachtel, in der unser neues Haus versteckt war. Die ist so schön, dass man sie unbedingt behalten sollte. Man bekommt das Maushaus, in dem auch Puppen wohnen dürfen, übrigens beim Usborne Verlag, aber bestimmt auch im Laden, und es ist nicht mal besonders teuer, sagt B.  Zum Schluss haben sich die Trostmäuse noch in den Karton gelegt, weil sie den Geruch so mochten. Seitdem schlafen sie nur noch da. Jedenfalls nachts. Tagsüber liegen sie ja in ihren roten weichen Apfelhäuschen.

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Trelawny Trostmaus

 

 

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Wie die Kinder Mimolette fanden

13914130_277613249268414_1372986733262185538_oAn einem sehr heißen Tag im letzten Sommer gingen Stilton, Tina, Parmesan und der kleine Pecorino zum Briefkasten, um einen Brief nach Maustralien einzuwerfen. Dort wohnen viele unserer Verwandten, und von dort kommen auch der hochbegabter Stilton und seine Familie. Pecorino, der bekanntlich eine superfeine Nase besitzt, hatte wie immer seine Rose dabei, denn er liebt ihren Duft über alles.  Was keiner von uns ahnte: Es war ein Besonderer Tag. Vielleicht lag es an der außerordentlichen Hitze oder an irgendeiner ungewöhnlichen Planetenkonstellation. Möglicherweise stand die Sonne ja im Zeichen der Kleinen Haselmaus oder der Geflügelten Wanderratte? Wir wissen es nicht. Was dann kam, passierte jedenfalls völlig unerwartet.

Als unsere Kinder am Briefkasten standen,  spürten sie auf einmal einen eisigen Luftzug, fast so als würde ein Schneesturm aufziehen oder ein Eisriese niesen, und dann wurde es plötzlich so mucksmäuschenstill, als hielte die Welt den Atem an. Die vier drängten sich eng zusammen, weil sie vor Kälte zitterten. Sie ahnten nicht, dass sich vor ihnen gerade eine Zeitfalte auftat. „Plötzlicher Kälteeinbruch“, meinte Stilton zähneklappernd. Er hat normalerweise für alles eine rationale Erklärung parat und für esoterische Gedanken nicht das Geringste übrig. Doch auch er fühlte sich unbehaglich. Ohne zu überlegen, fassten sich die Kinder bei den Händen, was zufällig haargenau das Richtige ist, wenn man vor einer Zeitfalte steht. Als sie sich vorsichtig umdrehten, entdeckten sie ein steinaltes Haus, das bis dahin todsicher nicht an dieser Stelle gestanden hatte, sonst hätten wir es ja längst gesehen, denn wir gehen ziemlich oft zum Briefkasten und werfen Briefe nach Maustralien ein. Es war von Efeu umwachsen, besaß einem verwilderten Garten, der zwischen hohen Mauern lag, und wirkte zumindest auf den ersten Blick völlig verlassen. Tina und Parmi hatten ein bisschen Angst, aber Stilton meinte, das könne nur eine Fata Morgana sein, alles andere wäre unsinnig, und da unsere Kinder meistens auf Stilton hören, weil er fast alles erklären kann, und von Natur aus neugierig sind, beschlossen sie, trotz des mulmigen Gefühls das Haus zu erforschen. „Und wenn da Geister drin wohnen?“ überlegte Tina. „Absolut absurd“, sagte Stilton streng. Stilton ist ein kleiner Naturwissenschaftler und entspannt sich zu unserer Verwunderung am liebsten mit komplexen Zahlenreihen und schweren Brüchen. Er ist etwas kopflastig, was gelegentlich zum Problem wird. Er kennt nämlich so viele Fremdwörter, dass ihn die anderen Kinder manchmal nicht verstehen. Vor allem Tina, die Stilton sehr bewundert und sich leicht verunsichern lässt. Sie kannte das Wort absurd nicht, spürte aber genau, was Stilton dachte, und hielt daher gleich den Mund.

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Als die Kinder vor dem Haus standen, öffnete sich die Tür ganz von selbst, als hätte jemand dahinter nur auf sie gewartet. Einzig Pecorino blieb draußen, denn er hatte Riesenlust, sich zwischen den Büschen oder hinter den Gartenmauern zu verstecken. In unserem Roten Maushaus versteckt er sich auch ständig – in den Schränken, unter den Betten und sogar im Kühlschrank! Meistens finden wir ihn schnell, weil er immer so laut kichert. Diesmal hatte er ein wirklich tolles Versteck erspäht: ein leeres Gewächshaus. Da würden ihn die anderen bestimmt nie finden! 13938107_278520535844352_1438040280946017095_oVon hier aus hatte er außerdem einen hervorragenden Blick auf das Haus und schaute erwartungsvoll hoch zu den Fenstern. Was war das? Stand da nicht ein schmaler Schatten hinter dem Vorhang? Und wer war das scheue graue Etwas, das da über den Balkon huschte? Jedenfalls keins unserer Kinder! Und auch kein Gespenst! Das war ein fremdes Mausmädchen! Mit rosa Schleife! Pecorino war so aufgeregt, dass er sein Versteck vorzeitig verließ und zum Haus lief, um den anderen davon zu erzählen. Doch die glaubten ihm nicht. „Das sind nur Halluzinationen“, meinte Stilton. Pecorino wußte nicht, was Halluzinationen waren, und war beleidigt. Nie nahmen die anderen ihn ernst! Nicht mal Tina. Bloß weil er so klein war. Dabei hatte er wirklich was gesehen! Das hatte er in der Tat. Er hatte Mimolette gesehen.

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Mimolette zaubert

Bevor sie zu uns kam, war Mimolette ein Verlorenes Kind, das bedeutet, dass sie keine Eltern hatte und allein aufwachsen musste. Wie die meisten Verlorenen Mauskinder fiel sie aus Gründen, die man leider im Nachhinein nie mehr herausfinden kann, in die Anderswelt und wuchs danach in den unterschiedlichsten Büchern und Geschichten auf, denn verlorene Kinder müssen so lange von einem Buch ins andere wandern, bis sie gefunden und erlöst werden.  Das geht nur bei Rotem Vollmond, wenn sich die Pforten der Anderswelt gelegentlich öffnen, oder an einem Besonderen Tag, wenn sich eine Zeitfalte auftut. Die meisten Geschichten, in denen Mimolette wohnte, waren ziemlich gruselig. Mimolette war ja noch klein und wußte nicht, dass alle Märchen gut ausgehen. Selbst wenn Hexen, böse Wölfe, Riesen und gemeine Stiefmütter darin vorkommen. Außerdem hätte sie den Märchenwesen so gern geholfen, doch das ging nicht, denn sie war für alle unsichtbar. So fühlte sie sich schrecklich hilflos und ausgeliefert. Sie hatte ja keine Ahnung, dass wir sie eines Tages finden würden. Mimolette war oft traurig und hatte fast IMG_8175jede Nacht Schwarzträume, vor allem wenn sie sich im Wald vor einem Hexenhaus oder einer Räuberhöhle zusammenrollte und zu schlafen versuchte. Sie war richtig erleichtert, als sie schließlich in das ruhige Haus mit dem verwunschenen Garten gelangte. Hier fand sie zum ersten Mal Ruhe, denn hier war sie allein und hatte genug Zeit zum Ausruhen und Nachdenken. Sie brachte sich in der großen Bibliothek selbst das Lesen bei und entdeckte dabei zufällig ihre ganz besondere Fähigkeit: Sie kann nämlich zaubern. Ein paar Mal gelang es ihr sogar, dass die Rosenbüsche, die an der kahlenIMG_8039 Gartenmauern emporkletterten, mitten im Winter die schönsten Blüten für sie öffneten. Doch sie fühlte sich zunehmend einsam, denn sie wußte ja nicht, ob sie jemals erlöst werden würde und konnte mit keinem  außer mit sich selbst und den Pflanzen und Möbeln reden. Doch Mimolette musste lange warten, bis sie  gefunden wurde.

Als  sie hörte, wie Stilton, Tina und Parmesan das Haus betraten und die Treppe hochstiegen, geriet sie in Panik und rannte gleich durch einen geheimen Gang hinunter in den Garten. Pecorino entdeckte sie schließlich an einem der Törchen, lief zu ihr und gab ihr seine Rose. Mimolette war so überrascht, dass sie ganz vergaß wegzulaufen. Sie schnupperte zaghaft an der Rose und begann zu lächeln. Pecorinos Rose duftet ja nach purem Mausglück, daher war Mimolette sofort beruhigt und fasste Zutrauen zu unseren Kindern.

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Pecorino und Tina nahmen sie schließlich bei der Hand und führten sie aus dem geheimen Garten hinaus in unsere Welt. Und so kommt es, dass die kleine Mimolette jetzt wieder Eltern hat und bei uns im Roten Maushaus in Bs Arbeitszimmer wohnt. Wir versuchen alle, ihr dabei zu helfen, ihre düstere Vergangenheit zu bewältigen und kein Schwarzträume mehr zu haben. Ihre Ängstlichkeit und ihre besondere Verletzbarkeit wird sie wahrscheinlich nie ganz verlieren, aber sie bekommt jeden Abend ein Stück Zaubernougat, und es schläft auch immer eins der Kinder bei ihr im Bett, damit sie nicht allein ist. Am liebsten kuschelt sie mit Pecorino, weil er so beruhigend nach Rosen duftet. Außerdem erzählen wir ihr jeden Abend schöne Mausgeschichten und haben ihr ein buntes Fischkissen gemacht, das sie festhalten kann, wenn sie Trost braucht oder Angst bekommt.

Caerphilly und MimolettePecorino hat ihr die rosa Rose geschenkt, damit sie überall den Duft von purem Mausglück bei sich hat. Inzwischen bekommt sie auch Zauberunterricht bei Caerphilly, damit sie ihre besonderen Fähigkeiten besser entfalten kann, denn ganz allein kann man unmöglich richtig zaubern lernen. Man braucht dazu unbedingt eine erfahrene Lehrerin oder einen erfahrenen Lehrer. Übrigens können nur ganz, ganz wenige von uns zaubern. Aber das ist eine andere Geschichte.

Die Anderswelt, in der unsere Kinder die kleine Mimolette gefunden haben, gehört übrigens zu einem Buch, das „Der geheime Garten“ heißt und wirklich sehr schön ist. Man sollte sich nur nicht so lange darin aufhalten wie Mimolette.

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Ostermäuse

Wir sind ja gestern wieder durch ein englisches Buch spaziert, diesmal eins mit lauter Häusern und genau richtig für die Kleinen unter uns. Hier seht ihr es:

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Die Kinder waren begeistert. Vor allem Mila. Sie ist sofort in das Haus aus dem Mittelalter gelaufen und hat darin gespielt. Die Türen kann man aufmachen, und im Inneren des Hauses gibt es viele Zimmer mit Möbeln und Gegenständen, aber leider keine Treppe. Später sind Buko und Tina auch noch ins Haus gelaufen, haben Mila gesucht – und gefunden!

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Es gab insgesamt vier Häuser aus verschiedenen Epochen, die wir besichtigen konnten. Und ein äußerst merkwürdiges Karussell, das wie ein riesiger Eierbecher aussah, das hatte B extra zu Ostern für uns aufgestellt. Die Kleinen sind abwechselnd hineingeklettert und haben unser Mauslied gesungen. Die Tonlage ist so hoch, dass Menschen und die meisten Tiere es nicht hören können, es sei denn, sie haben hochsensible Ohren.

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Zum Schluss sind wir dann noch in die Schüssel mit bemalten Eiern geklettert und haben uns zurück in Bs Arbeitszimmer fliegen lassen. Donna hatte im letzten Zimmer einen gepunkteten Osterhasen gefunden, der sogar farblich hervorragend zu ihrem Ballettkleid passt und jetzt in ihrem Zimmer steht. Nächste Woche fangen ihre Unterrichtsstunden wieder an, und der Hase soll unbedingt mit. Es war leider nicht besonders warm hier in Köln, so dass die meisten von uns noch einen Schal brauchten. Heute Nacht soll es sogar Bodenfrost geben! Nur gut, dass unser Rotes Haus nicht draußen steht…..

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Ostern im Maushaus

IMG_1395Wir feiern zum ersten Mal alle gemeinsam Ostern, denn im vorigen Jahr wohnten all die anderen Mäuse noch nicht bei uns. Gestern haben die Kinder Eier bunt bemalt, und heute haben sie im Wilden Garten nach Nestern mit Schokolade und Käsebonbons gesucht. Unsere Süßigkeiten sind so klein, dass die meisten Menschen sie nicht sehen können. Jede Maus hat ein Geschenk bekommen: einen Osterhasen, einen Teddy, eine neue Mütze oder ein neues Buch. Wenn man bei einer Schriftstellerin wohnt, liebt man automatisch Bücher. Heute dürfen wir auch wieder einen Ausflug in eins der alten Aufklappbilderbücher machen, in denen man so schön herumgehen und spielen kann.

Parmi hat so viel Schokolade gefuttert, dass ihm FAST schlecht geworden ist. B hat all ihre bemalten Porzellanhasen herausgeholt. Nur nach draußen spielen können die Kinder nun leider doch nicht, denn es sieht ganz grau aus und die Luft riecht nach Regen. Mäuse riechen immer, ob es bald regnet, stürmt oder schneit, sogar wenn sie nicht hochsensibel sind. Bei den hochsensiblen ist es allerdings sehr viel stärker. Stilton bekommt immer Kopfschmerzen, wenn er Regen riecht.

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Nebenan im verlassenen Garten raschelt es manchmal geheimnisvoll. Das kommt daher, dass ein Fuchs darin wohnt. Er kommt jedes Jahr wieder und bekommt dort seine Jungen. Man sieht ihn sehr selten, aber man kann ihn hören. Und die Welpen klingen ein bisschen wie kleine Hunde. Im Wilden Garten bauen die Rotkehlchen ihr Nest. Sie sind zwar sehr zahm, aber sie scheinen Angst vor uns Mäusen zu haben. Mila und Tina würden liebend gern mal auf einem in die Luft fliegen wie Däumelinchen auf der Schwalbe, aber bisher haben sie das noch nicht geschafft. Der Rotkehlchenmann heißt Robin. Seine Frau heißt Roberta. Am liebsten nisten sie in dem verrosteten alten Briefkasten.

Auch die ganz Kleinen haben natürlich etwas zu Ostern bekommen. Chester hat auf dem Speicher einen kleinen Hasen gefunden, dem ein Ohr fehlt, aber das macht gar nichts, denn Ricky Racoon findet ihn so schön, dass er nur noch damit durchs Haus läuft. B hat versprochen, dass sie ihn repariert. Sie hat nämlich neuerdings einen Spezialkleber für so was. Sie muss ihn nur finden.

 

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Parmi, Tina und Pecorino

15977492_361298934233178_6714351672886243911_nAlex Sander PARMESAN, genannt Parmi (ganz links im Bild, der mit dem Ringelhemd), ist unser ältester Sohn und von Geburt an sehr hibbelig. Still sitzen kann er gar nicht, er ist immer in Bewegung. Dauernd springt er auf und rennt im Zimmer herum, weil ihm irgendwas Wichtiges eingefallen ist, das er unbedingt suchen oder nachlesen muss, oder weil er draußen was gehört hat und mal schnell aus dem Fenster schauen will. Er redet viel (aber nur mit Mäusen, die er sehr gut kennt), ist ein aufgewecktes Kind und vielseitig interessiert. Er liebt alles, was fährt, schwimmt oder fliegt.  Leider kann er sehr unleidlich sein, wenn er müde ist oder sich langweilt. Beides gleichzeitig ist am schlimmsten. Dann bekommt er endlose Gähnattacken und grummelt so laut, bis sich endlich jemand mit ihm beschäftigt und ihm gut zuredet oder ihn ins Bett bringt. Er braucht wirklich erstaunlich viel Schlaf. Aber das macht nichts. Wir haben ja genug Zeit.

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Parmi beim Essen

Sobald Parmi Hunger kriegt (ungefähr alle vier Stunden, aber manchmal auch früher), macht er sich über unseren Kühlschrank her (auch nachts) und stopft alles in sich hinein, was er findet. Sogar Senf, Sellerie und Knoblauch (mag er normalerweise alles gar nicht).  Tagsüber geben wir ihm regelmäßig eine Kleinigkeit zu knabbern. Da reicht eine kleine Möhre, eine Nuss oder ein Stück Apfel. Aber nachts geht das natürlich nicht, weil wir dann ja schlafen. Dann steht Parmi auf und geistert durchs Haus. Philadelphia (unsere Gourmetmaus mit dem feinen Gaumen) hat schon angeboten, ihn bei sich in der Küche schlafen zu lassen, weil da das meiste Essen ist, damit wir nicht dauernd gestört werden, aber das wollen Mozzarella und ich nicht. Der blöde Hungerreiz ist ziemlich typisch für hochsensible Mäuse, ganz viele von uns kennen das gut, aber nur sehr selten ist es so extrem wie bei Parmi. Wenn wir unterwegs sind, nehmen wir natürlich immer genug zu futtern mit. Wir haben dafür sogar einen Spezialkorb. Übrigens genießt Parmi das Essen sehr. Philadelphia und Wensleydale haben schon überlegt, ob er vielleicht später bei ihnen in der Restaurantküche in die Lehre gehen mag. Aber Parmi sagt, er will nicht kochen, sondern nur essen. Er kann übrigens futtern so viel er will, er wird einfach nicht dicker. Dazu ist er viel zu hibbelig.

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Parmis Lieblingsschiff

Parmi sammelt alte Autos und neue Boote und würde am allerliebsten Schiffsmaus werden und die ganze Welt bereisen. Wir haben schon überlegt, ob wir diesen Sommer mal mit ihm segeln gehen. Hinten am Großen Teich soll es einen kleinen Hafen mit Segelschiffen geben.

Alex Sander Parmesan aka Parmi is quite temperamental and a bit hyperactive. First thing he did was empty the fridge and devour everything he could get hold of. When he is hungry he HAS to eat at once otherwise his mood drops into the cellar. Thank MOUSE we are used to that. I am the same, but with me it’s less obvious, because I am a grown up mouse. Sometimes it does not even feel like hunger – one just gets nervous and edgy and can’t concentrate. Or even feels a little bit sick. As soon as one eats something, one feels much, much better. So when we go out we always take enough food with us. He collects old cars and new boats. Most of all he would like to become a ship mouse and travel all over the world. Maybe we will go sailing with him this summer. 

Tina

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Tina hoch oben im Hortensienbusch

Josina Akbarina Fontina, genannt Tina, ist unsere wunderbare Tochter. Sie ist äußerst musisch begabt und wünscht sich schon seit langem sehnlichst eine eigene Gitarre. Zum Geburtstag (also bald!) soll sie auch eine bekommen. Sie ist ein ruhiges, stilles Kind, nachdenklich und ganz besonders mitfühlend. Sie möchte am liebsten, dass es allen gut geht und keiner Schmerzen oder Kummer hat, und macht sich oft Sorgen. Eigentlich um alles. Konflikte und gar Streit verträgt sie überhaupt nicht (nur gut, dass wir das hier nur selten haben) und fühlt sich leicht für alles verantwortlich, was schief läuft. Wir müssen sehr gut aufpassen, dass sie sich vor lauter Mitgefühl mit anderen nicht selbst vergisst. Manchmal kann sie vor lauter Sorgen um ihre Freunde und um die ganze Welt gar nicht schlafen, bis jemand sich zu ihr legt und sie ganz lieb in den Arm nimmt. Meistens ist es Mozzarella. Oder der kleine Pecorino. Er kuschelt sich an sie, träumt sofort wieder weiter und schnarcht ganz, ganz leise, so dass man es kaum hört, und dann kann Tina wieder einschlafen.  Im Gegensatz zu Parmi, der am liebsten in Gesellschaft ist, braucht Tina ganz viel Zeit für sich allein und sitzt dann gern in ihrem Zimmer, träumt vor sich hin, liest in ihren Büchern, malt Bilder oder erfindet die tollsten Geschichten. Sie braucht sehr viel Lob, denn sie traut sich nur sehr wenig zu, dabei ist sie total talentiert und sehr gut in der Schule, doch vor lauter Selbstzweifel hat sie manchmal richtige Blackouts und dann fällt ihr gar nichts mehr ein. Besondern bei Klassenarbeiten. Das macht ihr großen Stress. Und uns auch, weil wir ihr dann leider nicht helfen können. 

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Es gibt eine Menge Vogelhäuser im Wilden Garten

Tinas größtes Hobby ist Klettern. Sie ist eine ungemein geschickte Klettermaus, was man ihr auf den ersten Blick gar nicht zutrauen würde. Nichts ist ihr zu hoch, weder Bäume noch Sträucher oder Maushäuser. Je höher, desto besser! Komischerweise hat sie da gar keine Scheu. Und schwindelig wird ihr auch nie. Im Sommer müssen wir sie regelmäßig aus den Bäumen und Nistkästen im Wilden Garten holen. Manchmal machen wir uns Sorgen, weil sie urplötzlich verschwunden ist, aber wenn wir sie dann glücklich winkend oben im Baum finden, bringen wir es nicht übers Herz mit ihr zu schimpfen. Nur gut, dass keine fremde Katzen oder Hunde in den Wilden Garten kommen, die uns fangen und wegschleppen könnten, denn Alice passt ja gut auf uns auf.

Tina hat übrigens noch ein Hobby: Uhren. Sie hat ganz viele davon in ihrem Zimmer und sagt immer, dass ihr das Ticken schöne Gedanken macht. Wir sind etwas in Sorge, dass sie vielleicht deshalb nicht schlafen kann, aber sie möchte unbedingt ALLE ihre Uhren behalten. B hat neulich extra für sie ganz besonders schöne Uhren gemacht. Ganz viele. Tina durfte sie sich alle selbst aussuchen. Mit schönen Bildern drauf. Das war ein Freudentag!

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Tina am Tag der vielen Uhren

Josina Akbarina Fontina (aka Tina) is a very gifted child. She would really love to play the guitar, so Mozzarella and I are planning to giver her one for her birthday as a special surprise. Tina is a bit quiet and thinks a lot, particularly about how she can help other mice to be happy and feel well. She can’t stand arguments or conflicts and feels responsible for everything that goes wrong. We have to really take care of her so that she does not forget herself completely because of all her sympathy with others. She needs a lot of time for herself and likes to sit in her room four hours dreaming and making up the most weird stories. She needs a lot of support and finds it hard to believe in herself. She gets really upset when you criticize her. Actually she is really good at climbing and loves sitting in high trees or on top of the roof. For some reason she is completely fearless when it comes to climbing. And she adores heights, the higher the better. And she doesn’t get dizzy either. Another hobby of hers are clocks. She has quite a collection by now, all hanging in her room. 

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Tina, Pecorino und die rosa Rose

Pecorino

Pecorino, unser Kleinster, hat meistens überhaupt keine Probleme und ist immer gut gelaunt und entspannt. Er lebt völlig im Einklang mit sich und der Natur und geht auf andere immer ganz vertrauensvoll und offen zu. Man erkennt ihn an seiner Rose, die er ständig bei sich trägt. Er hat eine gelbe und eine rosa Rose, beide duften sehr süß, aber nicht alle Mäuse (und Menschen schon gar nicht!) können den Duft wahrnehmen. Mozzarella sagt, Pecorinos Rosen duften nach purem Mausglück, denn er ist ein richtiges Glückskind. Außerdem ist er sehr klein und wächst offenbar nur sehr, sehr langsam. Trotzdem hat vor nichts Angst. Er spaziert am liebsten in Bs alten Büchern herum und unterhält sich mit den Figuren darin. Die sind jedes Mal höchst erstaunt über die unerwartete Gesellschaft. Auf dem Bild besucht er grade Tip und Top auf dem Bauernhof. Er war auch schon mit ihnen im Zoo und im Wald.

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Pecorino zu Besuch bei Tip und Top

Pecorino nascht für sein Leben gern Kekse. Vor allem die mit Schokolade. Genau wie B, daher sitze er auch so oft auf ihrem Schreibtisch und schaut sie so liebevoll an, dass sie ihm gleich einen Keks reicht. Und er würde am liebsten jeden Tag etwas völlig Neues ausprobieren, weil er so gern Abenteuer erlebt. Wir vermuten, dass er besondere psychische Fähigkeiten besitzt, denn er hört und sieht sehr oft Dinge, die andere gar nicht wahrnehmen. Nicht mal, wenn sie hochsensibel sind wie wir. Da gibt es nämlich große Unterschiede. Aufgefallen ist uns seine besondere „Antenne“ an dem Tag, als die Kinder Mimolette gefunden haben. Aber das ist eine andere Geschichte.

Sicher ist euch auf dem Bild ganz oben aufgefallen, dass Mozzarella ein winziges Baby auf dem Arm hat. Das ist unsere kleine Baby Bel. Wie sie zu uns kam, ist ein echtes Abenteuer, aber davon erzählen wir ein andermal.

Pecorino is a very sunny mouse, he radiates happiness wherever he goes and approaches everybody he meets with a smile. He loves nibbling biscuits, just like B. So he often sits on B’s desk and shares her biscuits. You can recognize him by the rose he carries around wherever he goes. It has a very sweet but extremely faint scent – not even all of us can perceive it. Mice that are not highly sensitive can’t smell it at all and humans can’t either. Mozzarella says it smells of pure mouse happiness because little Pecorino is such a happy little chap. We think that he may possess special psychic abilities because he sometimes senses things nobody else can sense. For example when the kids found Mimolette, but that is another story.  The tiny baby in the first picture is Baby Bel. Rescuing her was a really exciting adventure but we will come to that later.

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